der blaue reiter, 53. Ausgabe


Krieg



Kein „Frieden auf Erden“!
Krieg und Gewalt sind in der Geschichte der Menschheit eher die Normalität denn die Ausnahme. Schon in der Steinzeit malten Künstler Kampfhandlungen mit Pfeil und Bogen auf Höhlenwände. 242 Kriege zählt die Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung allein für die Zeit zwischen dem Zweiten Weltkrieg und 2020. Dazu kommen die Ermordung von über fünf Millionen europäischen Juden im Rahmen des Holocaust, zahlreiche Massaker an Ureinwohnern im Rahmen der Besiedlung Süd- und Nordamerikas, Völkermorde wie der an den Armeniern und und und. Wenn auch nicht alltäglich und bei weitem nicht von allen aktiv ausgeübt – es hat den Anschein, dass Gewaltsamkeit gegen Artgenossen und auch Krieg zur Natur der Spezies homo sapiens gehören. Doch es gibt auch Ausnahmen! „Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin“ ist keine Utopie. Der Boxer Muhammad Ali und der Philosoph Bertrand Russell haben es vorgelebt.

116 Seiten, Format: 22 x 32 cm, kartoniert
Preis: € 17,90 (D)
ISBN: 978-3-933722-90-4
Diese Ausgabe ist bereits erschienen.

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Jochen Hörisch


Der Dilettantismus der Geisteswissenschaften

Studien zur Funktion von Denkmodellen, Medien, Ökonomie und Politik



Wer die Grenzen von Disziplinen überschreitet, wird zumeist misstrauisch beobachtet. In universitären Gefilden, und selbst in den Geisteswissenschaften, ist Überspezialisierung allemal karrieretauglicher als ein weiter Blick. Zu wirklich neuen Erkenntnissen gelangt man aber nur, wenn man mit Distanz auf ein Fach blickt.
Jochen Hörischs Essays – unter anderem zur Psychoanalyse des Eigennamens, zum Rechtspopulismus, zur Freundschaft im Internetzeitalter, zur Irrationalität des Geldes und zur Gendersprache – eröffnen überraschende Einblicke in vermeintlich vertraute Sphären.
Jochen Hörisch, Seniorprofessor für Neuere Germanistik und Medienanalyse an der Universität Mannheim, plädiert für einen ambitionierten Dilettantismus ohne Scheu vor großen Fragen. Mit intellektueller Lust und stilistischer Prägnanz denkt er über die ausgetretenen Pfade althergebrachter Disziplinen hinweg und gelangt so zu Einsichten, die spezialisierten Geistern verwehrt bleiben.

440 Seiten, gebunden, mit Lesebändchen
Preis: € 49,90 (D)
ISBN: 978-3-933722-87-4
Dieses Buch ist bereits erschienen.


 

Malte Dominik Krüger / Arbogast Schmitt (Hrsg.)


Gottesbilder in Antike und Moderne

Argumente für einen rechenschaftsfähigen Gottesglauben



Gibt es rationale Argumente, die einen Glauben an Gott rechtfertigen? Lässt sich die Welt auf eine für alle gültige göttliche Vernunft zurückführen? Lassen sich auch in der Moderne Möglichkeiten finden, Sinnlichkeit und Gefühle mit einem rationalen Weg zur Gotteserkenntnis zu verbinden?

Im Zentrum dieses Sammelbands steht die Frage, ob es rational begründete Wege gibt, die einen Glauben an Gott rechtfertigen. Die Untersuchungen zur Antike stützen sich vor allem auf Argumente aus der platonisch-aristotelischen Tradition. Anliegen von deren Vertretern war es, rationale Erkenntnisbedingungen bereits im Bereich sinnlicher Empirie aufzuweisen und auf ihre Gegründetheit in einer für alle gültigen göttlichen Vernunft zurückzuführen. Auch in den Denkmöglichkeiten der Moderne findet man Versuche, Sinnlichkeit, besonders sinnliche Bildlichkeit und Gefühle, mit einem rationalen Weg zur Gotteserkenntnis zu verbinden. Diese werden systematisch vom Bildbegriff her und in den Schelling- und Hegel-Interpretationen diskutiert und am Beispiel des Kirchenlieds auch in ihrer Relevanz für die liturgische Kommunikation behandelt.

222 Seiten, gebunden, mit Lesebändchen
Preis: € 54,90 (D)
ISBN 978-3-933722-89-8
Dieses Buch ist bereits erschienen.


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