Sebastian Knell
Honig des Zeus

Sebastian Knell



Honig des Zeus


Tübingen im Sommer 1944: Seit geraumer Zeit bietet ein Ehepaar der Jüdin Clara, der früheren Frau des Ehegatten Gustav, auf dem Dachboden seines Hauses ein Versteck, das die Geflüchtete vor der Deportation bewahrt. Angst, Spannungen und Eifersucht prägen den Alltag innerhalb der erzwungenen Dreieckskonstellation. Gelegentlichen Halt findet Clara in einem Behälter mit Honig, den Gustav ihr von einer archäologischen Grabung mitgebracht hat und in dem sie ein sorgsam gehütetes Geheimnis aufbewahrt. Dann jedoch setzt eine brandgefährliche Entwicklung ein, die das Trio in höchste Bedrängnis bringt.

Sebastian Knell verknüpft in seinem spannungsgeladenen Roman ein klaustrophobisches Kammerspiel mit der Frage, ob eine Religion ohne Gott möglich ist.

Ein Buch, das um die existenziellen Themen Liebe, Schuld, Verzweiflung, Tod und Schönheit kreist und um jene Sehnsucht des Menschen nach Transzendenz, die bestehen bleibt, wenn der Theismus seine Glaubwürdigkeit eingebüßt hat.