der blaue reiter


der blaue reiter, Ausgabe 28
ISBN: 978-3-933722-27-0
€ 15,90 (D, unverb. Preisempf.)

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> Leserbriefe
zur 28. Ausgabe

Aachener Zeitung
18. 6. 2010, zum „blauen reiter“ allgemein

Eine abenteuerliche Mixtur. Fast schon postmodern, um im Jargon zu bleiben. Wobei es Reusch selbst mit Lyotard oder Derrida gar nicht hat, sondern eher mit Fichte und dem deutschen Idealismus. Wenn er dann zu schwärmen beginnt von dessen Theorie der Subjektivität, dann klingen dem aus der Übung gekommenen Zuhörer die Ohren und er erkennt, was Philosophie ist: Konzentration im und aufs Denken. Gut, dass es den „Blauen Reiter“ gibt.

Der Standard
13. 3. 2010

… Die jüngste Ausgabe stellt unter dem Titel „Das gute Leben – Philosophie der Lebenskunst“ die ewige Frage, wie Leben gelingen kann. … Die Gegenwart wird mittels eines Interviews charakterisiert, in dem der Hauben-Koch Vincent Klink zur „Kritik der kulinarischen Vernunft“ festhält: „Dummheit frisst und Intelligenz säuft – da ist was dran“. Eine gelungene Sammlung …

EULENFISCH
2/2010

… Wie unterschiedlich die Sichtweisen auf ein gutes und gelingendes Leben sein können, sei exemplarisch an einem Beitrag des Heidelberger Philosophen und Indologen Axel Michaels „Askese und die Kunst des Einfachen“ skizziert. Michaels vertritt die These, dass in unserer heutigen Leistungs- und Konsumgesellschaft asketische Ideale wie etwa Verzicht und Entsagung schon als nahezu krankhafte Verhaltensweisen verstanden werden, die auf ein gestörtes Verhältnis zu Lust und sinnhaftem Leben deuten … Michaels macht in Abgrenzung zu Nietzsche deutlich, dass Asketen in der Entsagung keinen Verzicht, sondern vielmehr einen Gewinn sehen. „Erst diese macht den Menschen zum Menschen, unterscheidet ihn vom triebhaften Tier, gibt ihm Würde und Gottesebenbildlichkeit". In Zeiten der Finanzkrise, in der von Heuschrecken und Wölfen die Rede ist, eine sicherlich bedenkenswerte Position.
Das Journal bietet noch eine Fülle weiterer unterschiedlicher und konträrer Positionen zur Frage nach einem guten und gelingenden Leben. Damit spiegelt es den kulturphilosophischen Streit bezüglich der Lebenskunstfrage wider, wobei der Streit positiv und gewinnbringend verstanden werden sollte. Eine Beendigung des Ringens um die Lebenskunstfrage in Form einer Aufgabe oder gar Festsetzung würde nämlich das Ende einer beharrlichen Suche nach besseren oder vernünftigeren Lebensweisen bedeuten …