der blaue reiter


Robert Zimmer
Leben als Versuch und Irrtum




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Leben als Versuch und Irrtum

 




Trierischer Volksfreund
27. Mai 2020

Kritische Vernunft, ein gutes Gegenmittel
Was hält die Welt zusammen – und was reißt sie auseinander? Fragen, mit denen sich die Philosophie schon immer befasst. Vielleicht bietet sie auch jetzt Navigationshilfe. Wenige kennen sich im Thema besser aus als Robert Zimmer: Er hat in zahlreichen, elegant erzählten Büchern die Denker der vergangenen Jahrtausende für seine Leser verständlich gemacht. …

Herr Zimmer, hat es Sinn, derzeit die Philosophen zu befragen? Können sie uns in einer solchen, akuten Krise überhaupt hilfreiche Antworten geben?
Robert Zimmer: Die Philosophie ist keine Agentur ewiger Wahrheiten, und sie hat auch nicht auf alles eine Antwort. Aber sie kann uns helfen, eine vernünftige Haltung zu den Dingen einzunehmen. Als Kritischer Rationalist im Sinne Karl Poppers begreife ich Philosophie als Schule rationalen Denkens und Bewusstsein seiner Grenzen. In diesem Sinne kann sie in zweierlei Hinsicht helfen: Dass wir mit den Beinen auf dem Boden bleiben und uns an das halten, was wir wirklich wissen. Und wir sollten jede Krise als Aufforderung begreifen, unsere Ansichten zu korrigieren und zu verbessern – so wie der Wissenschaftler danach suchen soll, seine Theorien zu widerlegen, um eine bessere basteln zu können. So sollen auch wir jede Krise als beschleunigten Lernprozess begreifen. …
Das Interview führte Fritz-Peter Linden. > Das Interview im Wortlaut

UNIversalis-Zeitung
Winter 2019

In sieben Essays preist „Leben als Versuch und Irrtum“ keine bestimmte oder richtige Lebensform an, sondern ermutigt den Einzelnen fortgesetzte Erkenntnisversuche zu wagen, falls er seine Ziele und Vorstellungen nicht einfach vorentschieden sehen will.
Text: Cornelia Frenkel

Aufklärung und Kritik
Heft 59 (1/2017), März 2017

Nun hat Robert Zimmer einen Essayband veröffentlicht, mit dem er sein schon seit Längerem verfolgtes Unternehmen der Grundlegung einer kritisch-rationalen Lebenskunstphilosophie auf die nächsthöhere Stufe hebt … Wenngleich Zimmer sich im „Popperland“ also schon seit Langem heimisch fühlt, so hat er doch seine ursprünglichen Prägungen durch Hellenismus, Moralistik und Existenzphilosophie … auch eingebracht … [Nicht nur ist die Einleitung in] wie immer vorbildlich klarem und verständlichem Stil geschrieben, sondern ihr folgt gleich im ersten Essay … eine Einführung in Poppers Leben und Werk, die sogar demjenigen den Zugang ermöglicht, der sich zuvor noch überhaupt nicht mit dem kritischen Rationalismus befasst hat. Noch im selben Essay schlägt Zimmer dann wieder den Bogen zurück zu seiner Lebenskunstphilosophie …
In den weiteren sieben Essays werden die bis hierhin formulierten Grundgedanken immer wieder aufgegriffen, ausgeführt, konkretisiert, unterfüttert, ergänzt und so mit Leben gefüllt. Dabei bleibt Zimmer nicht im Abstrakten, sondern betrachtet – wenn auch unterschiedlich tiefgehend bzw. ausführlich – verschiedene konkrete Aspekte des Lebens und der Lebensführung … Zimmer wird damit auch dem Prozesscharakter des Lebens gerecht … Die Konsequenz: „An die Stelle einer vorgegebenen und angepriesenen Lebensform tritt nun eine ‚Lebensmethode‘, die jedem Einzelnen wie ein Kompass in die Hände gegeben werden und mit dessen Hilfe jeder in seine eigene Richtung marschieren kann.“ …
Robert Zimmer möge auf seinem lebenskunstphilosophischen Weg noch möglichst lange weitergehen, dabei möglichst weit kommen und: seine Leser daran möglichst großen Anteil haben lassen.
Text: Dr. Frank Schulze


Weitere Pressestimmen zu den Büchern von Robert Zimmer:

„Zimmer teilt mit Schopenhauer die Leidenschaft für den Essay und die Kennerschaft der großen Essayisten.“
Arno Orzessek, Deutschlandradio

„Der Autor hat schon in seinen früheren Veröffentlichungen gezeigt, dass ihm viel daran liegt, Philosophie einem breiten Publikum nahezubringen. Dazu stützt er sich auf seine Begabung, Philosophenporträts und philosophische Probleme so elementar darzustellen, dass sie auch für den Anfänger verständlich werden.“
Werner Trutwin, Christ in der Gegenwart

Die „Position eines ‚kritisch rationalen way of life‘ ist von Robert Zimmer (geb. 1953) weiter ausgearbeitet und systematisiert worden.“
„Karl R. Popper und Robert Zimmer“ (In: Gödde, Günter; Zirfas, Jörg (Hrsg.): Kritische Lebenskunst. Analysen – Orientierungen – Strategien.)