der blaue reiter


Jochen Hörisch
Kann ein allmächtiger Gott sterben?




Rezensionen im Original-Layout herunterladen

Kann ein allmächtiger Gott sterben?

 




> Jochen Hörisch im Gespräch mit Siegfried Reusch im „h1 – Fernsehen aus Hannover“, August 2020

zeitzeichen
Juni 2020

Hörischs Argumentation von den Grundparadoxien des Christlichen, in den Formulierungen der Zwei-Naturen-Lehre oder der Trinitätstheologie beispielsweise, mag für manche Ohren anstößig klingen, ist aber einer klugen Betrachtung der Sache geschuldet. Und sie setzt eine theologische Argumentationslust frei, die sich auch leicht nicht-fachlichen Leserinnen und Lesern srschließt. Dieser Lust an der Paradoxie ist eine weite Verbreitung zu wünschen.
Text: Georg Lämmlin

Rhein-Neckar-Zeitung
9. Mai 2020

Wie Luther unser Denken prägt
Jochen Hörisch entführt seine Leser in die Welt der Paradoxien – Nicht nur die Gegenwart ist voll davon
Jeder Diskurs hat seine Zeit – und er ist oftmals auch nur in dieser verständlich. Der Mannheimer Germanist und Medienwissenschaftler Jochen Hörisch widmet seine neueste Publikation den Paradoxien, also Widersprüchen, in Philosophie, Theologie, aber auch in der schnöden Gegenwartspolitik. Er entführt seine Leser in Gedankengebäude, die bei dann genauerer Analyse wunderbar kunstvoll in sich zusammenfallen. Schließlich ist das die Paradedisziplin des emeritierten Professors: Gewohnte Denkstrukturen aufzubrechen. … Wie gewohnt ist der Parforceritt durch die allumfassende Welt des Jochen Hörisch vor allem ein großer Lesespaß.
Text: Klaus Welzel, > Rezension im Wortlaut auf www.rnz.de

Der Tagesspiegel
29. März 2020

Anregend, gelehrt und heiter führt Jochen Hörisch durch sein kleines Kaleidoskop zu großen Fragen von Religion und Kultur. Der Essayband des Literaturwissenschaftlers und Medientheoretikers sprüht beim Lesen vor Fragen, und er versteckt Ernst im Schalk – und umgekehrt. All das lässt die kulturphilosophische Lektüre zur willkommenen Abwechslung in Zeiten der Pandemie werden … Vielleicht weil einige Beiträge aus Vorträgen entstanden sind, ist Hörisch zu lesen ein bisschen wie Zuhören. Da kann einer sprechen und hat das Publikum im Blick.
Text: Caroline Fetscher

Mannheimer Morgen
18. März 2020

Sterbliche Allmacht?
Dass Jochen Hörisch, langjähriger Mannheimer Professor für Literatur- und Medienwissenschaft, ein so wortgewandter wie geistreicher Autor ist, dürfte sich herumgesprochen haben. Und ebenso, dass ihn auch Fragen der Religion beschäftigen, wenngleich auf eher unkonventionelle Art. Von all dem gibt auch die jüngste Veröffentlichung des emeritierten Gelehrten ein anregendes Beispiel: „Kann ein allmächtiger Gott sterben?“, fragt der broschierte Band im Titel und geht sodann „Luthers Lust an Paradoxien und ihre(n) Folgen“ nach, wie der Untertitel verständlich ausführt … Die Paradoxie wird in Hörischs Ausführungen als komplexe Denkform gewürdigt. Fundamentalisten, auch politische, erscheinen dagegen als Menschen, die es sich viel zu einfach machen.
Text: Thomas Groß, > Rezension im Wortlaut auf www.morgenweb.de

www.kultur-port.de
3. März 2020

Unter der Frage nach der Sterblichkeit eines allmächtigen Gottes haben sich acht Reden und Artikel des Germanisten und Medientheoretikers Jochen Hörisch versammelt. Es sind im eigentlichen Wortsinn Essays, nämlich Versuche, in denen es nicht um Belehrung oder um die Zusammenfassung einer Lehre geht, sondern darum, auf Punkte aufmerksam zu machen, über die nachzudenken sich lohnt. …
Es sind intellektuell anregende, jederzeit interessante und dazu stilistisch ansprechende Essays, für die man nicht religiös zu sein braucht, um ihre Lektüre zu genießen.
Text: Stefan Diebitz, > Rezension im Wortlaut auf www.kultur-port.de