Otto A. Böhmer
Geht ein Philosoph übers Wasser

Geht ein Philosoph übers Wasser

 




Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)
10. Juli 2025
Besserwisser an Bord
Dr. Prenzlau trifft auf Dr. Dünkel: Otto A. Böhmers Kreuzfahrtsroman „Geht ein Philosoph übers Wasser“ ist entlarvend, von eigenartiger Ironie und lustvoll boshaft …
Die skurrile Rahmengeschichte mit ihren seltsam kauzigen Figuren – Prenzlau nennt sich selbst einen Kauz: wie Robert Walser, aber nicht genial – wird jedoch vielfältig gewürzt, etwa mit feinen Beschreibungen … Man freut sich etwa, ein winziges Beispiel, über die Formulierung, dass „ein feiner Wolkenzwirn“ aufzieht. …
In der Eigenart des Ironischen klingt schon die Besonderheit an, die den Roman so eindrucksvoll macht. Es ist der ihn tragende Grundton: eine durch Humor und feinsinnige Ironie gegen Trübsinn gefeite Melancholie. Hinzu kommen bereichernde Wortschöpfungen wie „Glücksmüdigkeit“, „Glücksfieber“ und „Glücksmächtigkeit“ …
Text: Otfried Höffe

Jenseits der Schulweisheiten (Blog)
Dezember 2025
Eine pragmatische Philosophie, von Alltäglichkeiten informiert, und deswegen hilfreich, zeichnet dieses Buch aus, das auch die heutigen Aufgeregtheiten als wenig neu erkennt. „Man besprach Vermögensfragen, klagte über die Unsicherheit der Zeit und die allgemeine Orientierungslosigkeit …“
Doch Otto A. Böhmer ist nicht nur ein begabter Betrachter der Absurditäten des menschlichen Dasein … er ist ein Intellektueller, der die Grenzen des Intellektes kennt. „Prenzlau war traurig. Intellektuelle Einwönde gegen ein solches Gefühl, das einfach da war und zu Herzen ging, standen ihm nicht zur Verfügung.“
Text: Hans Durrer, > Rezension im Wortlaut

Butzbacher Zeitung
27. Februar 2025
Der Wöllstädter Schriftsteller schickt den körperlich wie geistig etwas derangierten Prof. Dr. Otto Prenzlau auf ein Kreuzfahrtschiff, damit er an Bord philosophische Sprechstunden und Lesungen abhalten kann. Das geht gehörig schief und ist mal wieder urkomisch.
Text: Jürgen Wagner

Kulturmagazin Westfalenspiegel
Heft 4, 2025
Otto A. Böhmer wandelt in seinem neuen Roman auf vertrauten Spuren. … Und doch gewinnt der Meister der Selbstironie, der Persiflage und des gepflegten, gleichwohl saloppen Schreibstils seinem Hauptthema, der pessimistischen Weltsicht à la Schopenhauer, neue, reizvolle, humorvolle Spielarten ab. … Versöhnlich also, so wie der Böhmer’sche Humor, bei aller Schwarzgalligkeit, immer auch unterhaltsam gefärbt ist.
Text: Walter Gödden

Die Weltwoche
Nr. 19.25, 8. Mai 2025
Man darf sich auf einen wohltuenden Humor freuen, auch auf Wortwitz und leise Ironie.
Text: Sylvie-Sophie Schindler