der blaue reiter


Joachim Gauck

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Die Idee der Gerechtigkeit muss immer wieder
auf den Prüfstand


Joachim Gauck, 
geboren am 24. Januar 1940, studierte Theologie, seit 1965 Tätigkeit bei der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburg, hauptsächlich in einem Rostocker Neubaugebiet.
Von 1982 bis 1990 Leiter der Kirchentagsarbeit in Mecklenburg. 1989/1990 Mitinitiator der kirchlichen und politischen Protestbewegung in Mecklenburg sowie Mitglied und Sprecher des Neuen Forums Rostock. März bis Oktober 1990 Abgeordneter der Volkskammer für das Bündnis 90, Leiter des Sonderausschusses zur Kontrolle der Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit/Amt für Nationale Sicherheit, Mitinitiator des Stasiunterlagengesetzes der Volkskammer.
Von Oktober 1990 bis 2000 zunächst Sonderbeauftragter, dann Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR. 1991 veröffentlicht er das Buch Die Stasi-Akten. Das unheimliche Erbe der DDR (Rowohlt Verlag). 1997 wird Gauck mit dem Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken ausgezeichnet. Seit November 2003 ist er Vorsitzender des Vereins Gegen Vergessen – Für Demokratie.

 

Zur Würde und zum Leben in der Freiheit gehört die immerwährende Reparatur von Gerechtigkeitslücken.