der blaue reiter


Zeichnung: Jan Tomaschoff



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Theorie an der Bar


Theorie an der Bar ist kein philosophischer Kanon, kein Kompendium dessen, „was man wissen muss“. Und übrigens auch kein „Trost der Philosophie“.
Die Texte zu Theorien bekannter Denker sollen zum Nach-Denken anregen; und zwar im überaus wörtlichen und darum auch ganz und gar nicht betulichen Sinne: zum Nachdenken nämlich, so wie man etwas nachrechnet, nachspielt, nachkocht… In diesem Falle keine Rechnungen, Klaviersonaten, Schachpartien oder Rezepte, sondern Philosophie.
Diese Art von „Nachdenken“ ist nichts anderes als das philosophische Denken selbst, welches immer schon eine Variation über Variationen von Variationen, von Problemen und ihren Lösungen darstellt, die ihrerseits neue Fragen aufwerfen, welche zu alten Antworten zurückführen und neue Antworten auf alte Fragen provozieren.
In diesem Sinne also: eine Einführung mitten ins Getümmel der Debatte.

Theorie an der Bar präsentiert Texte zu René Descartes (Ergo sum – Also bin ich), Charles Darwin (Variationen über das Lebendige), Bernard Mandeville (Die Ökonomie des Lasters. Der Puff als außermoralische Bedürfnisanstalt betrachtet), Adam Smith (Die segensreiche Täuschung), Sigmund Freud (Wissen ist Wunsch // Sex und das Rätsel der Lust // Der Witz. Der geschenkten Lust aufs Maul geschaut // Trauerarbeit macht frei), Gilbert Ryle (Was Leib und Seele zusammenhält), Ludwik Fleck (Denken mit Stil), Bruno Latour (Die Welt als Chance, artikuliert zu werden), Epikur (Sorge dich nicht!), Jean-Jacques Rousseau (Der Rückweg zur Natur als Gedankenexperiment) sowie Thomas Hobbes (Alle Macht für einen).

Die Texte des Buchs dienten ursprünglich als Diskussionsgrundlage für die gleichnamige Veranstaltungsreihe in der Buchhandlung/Bar/Bühne sphères in Zürich. Die Tradition dieses „Philosophischen Cafés“ mit Peter Schneider wird fortgesetzt.