der blaue reiter


Robert Zimmer
Leben als Versuch und Irrtum



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Aufklärung und Kritik
Heft 59 (1/2017), März 2017

Nun hat Robert Zimmer einen Essayband veröffentlicht, mit dem er sein schon seit Längerem verfolgtes Unternehmen der Grundlegung einer kritisch-rationalen Lebenskunstphilosophie auf die nächsthöhere Stufe hebt … Wenngleich Zimmer sich im „Popperland“ also schon seit Langem heimisch fühlt, so hat er doch seine ursprünglichen Prägungen durch Hellenismus, Moralistik und Existenzphilosophie … auch eingebracht … [Nicht nur ist die Einleitung in] wie immer vorbildlich klarem und verständlichem Stil geschrieben, sondern ihr folgt gleich im ersten Essay … eine Einführung in Poppers Leben und Werk, die sogar demjenigen den Zugang ermöglicht, der sich zuvor noch überhaupt nicht mit dem kritischen Rationalismus befasst hat. Noch im selben Essay schlägt Zimmer dann wieder den Bogen zurück zu seiner Lebenskunstphilosophie …
In den weiteren sieben Essays werden die bis hierhin formulierten Grundgedanken immer wieder aufgegriffen, ausgeführt, konkretisiert, unterfüttert, ergänzt und so mit Leben gefüllt. Dabei bleibt Zimmer nicht im Abstrakten, sondern betrachtet – wenn auch unterschiedlich tiefgehend bzw. ausführlich – verschiedene konkrete Aspekte des Lebens und der Lebensführung … Zimmer wird damit auch dem Prozesscharakter des Lebens gerecht … Die Konsequenz: „An die Stelle einer vorgegebenen und angepriesenen Lebensform tritt nun eine ‚Lebensmethode‘, die jedem Einzelnen wie ein Kompass in die Hände gegeben werden und mit dessen Hilfe jeder in seine eigene Richtung marschieren kann.“ …
Robert Zimmer möge auf seinem lebenskunstphilosophischen Weg noch möglichst lange weitergehen, dabei möglichst weit kommen und: seine Leser daran möglichst großen Anteil haben lassen.
Text: Dr. Frank Schulze


Weitere Pressestimmen zu den Büchern von Robert Zimmer:

„Der in Stuttgart lebende Philosoph und Literaturwissenschaftler hat sich bereits mit einer Reihe breitenwirksamer Einführungen etwa in das Werk Karl Poppers und Arthur Schopenhauers hervorgetan… [Es gelingt ihm], die großen Probleme der Philosophie locker und dennoch informativ herunterzubrechen. In der Tradition des kritischen Rationalismus vermittelt er Philosophie als ‚aufgeklärten Alltagssachverstand‘.“
Bernhard Fleischer zu „Denksport Philosophie“ in „Gehirn und Geist“

„Zimmer teilt mit Schopenhauer die Leidenschaft für den Essay und die Kennerschaft der großen Essayisten.“
Arno Orzessek, Deutschlandradio

„Der Autor hat schon in seinen früheren Veröffentlichungen gezeigt, dass ihm viel daran liegt, Philosophie einem breiten Publikum nahezubringen. Dazu stützt er sich auf seine Begabung, Philosophenporträts und philosophische Probleme so elementar darzustellen, dass sie auch für den Anfänger verständlich werden.“
Werner Trutwin, Christ in der Gegenwart