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Wohl selten in ihrer Geschichte war die Philosophie so kraftlos und müde wie heute, aber
noch nie war sie in der Öffentlichkeit so präsent. Der Preis für die Popularität besteht darin,
dass die Philosophie nur noch die kompliziert begründete Bestätigung dessen ist, was
ohnehin jeder denkt, und sich allein damit beschäftigt, die Generalüberzeugungen unserer
Zeit „voraussetzungslos“ zu begründen. Philosophen sind nurmehr Handlanger und willige
Erfüllungsgehilfen von Evolutionsbiologen, Psychologen und Gehirnforschern, die das
Bewusstsein und die Willensfreiheit für ein Märchen erklären möchten.
Stefan Diebitz führt die Schwächen der heutigen Philosophie anhand ihrer populärsten
Themen Ethik, Bildung, Erziehung und Menschenbild schonungslos vor Augen und
zeigt, wo engagierte Philosophie heute wieder anknüpfen könnte.
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