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Die in altmeisterlicher Manier in Öl auf Leinwand ausgeführten Bilder von Joachim Kupke erinnern an Comte de Lautréamonts berühmt gewordenen Satz „Schön wie die unvermutete Begegnung einer Nähmaschine und eines Regenschirms auf einem Seziertisch“. Bildzitate der Großen Meister treffen auf Motive aus Boulevard-Zeitschriften Vermeers Hausmädchen ist plötzlich für das Mager-Model Kate Moss zuständig und auf Roy Lichtensteins Obstschale lagert ein niederländisches Stillleben. Auch mit der Übermalung von Originalradierungen stellt Kupke nicht nur die Frage nach dem Original beziehungsweise dem Echten in der Kunst, sondern die Frage nach dem Echten überhaupt. Indem er massenhaft in Kalendern, Zeitschriften und Katalogen abgedruckte Bilder der Altmeister fotorealistisch nachmalt und als „Peintagen“ (ein aus Collage und Peinture zusammengesetztes Kunstwort), wie Kupke seine Arbeiten nennt, immer wieder neu miteinander in Beziehung setzt, schafft er quasi unechte Originale in der Kombination unverwechselbare Denkanstöße in ästhetischer wie philosophischer Hinsicht.
Joachim Kupke lebt und arbeitet in Sindelfingen. Er wird vertreten von den Galerien Schlichtenmaier (Stuttgart) und Geiger (Konstanz).
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