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Markus Rapp lebt und arbeitet in Vaihingen/Enz.
In Markus Rapps Werk herrscht eher das Relativieren dessen vor, was im ersten Augenblick begeistern mag. Ganzes erscheint gebrochen, der Körper als Torso, die Wohlgestalt von
Mühsal gekrümmt. "Von den zwei Seelen" nennt Rapp eine seiner Skulpturen, dieser Gedanke spricht aus nahezu allen Motiven. Eine weibliche Figur mit straffen Brüsten verliert sich blicklos in die Sinnlosigkeit hinein; ihr Motto "Alkohol" lässt die Mundwinkel nach unten fallen, die Oberfläche gibt ebenfalls zwei Erscheinungsformen wieder, noch glatten Reiz und grobporigen Hautfraß. Rapps Lithographien beinhalten verschiedene szenische Ebenen. Im Hintergrund setzen sich expressive, vielleicht explosive Gefühle mit Gegenübern auseinander. Im Vorder-
grund dominiert ein Porträt, das wahrnahm, nicht wahrnehmen will, das ratlos schweigt, hilflos reflektiert und seine Situation dringlich mitteilen will, jedoch inklusive der Ursachen. Holzschnitte setzt Rapp in kräftigen Farben um, und auch hier korrespondieren die zwei Ge-
sichter der Wesen: warme, frohe Farben und scharfe Kanten, so bei der "schönen Kannibalin" und "gestürzte Hoffnung". Das subjektive Lebensgefühl scheint in diesem Werk ganz und gar durchzuschlagen und nützt die in diesem Falle unausweichliche realistische Darstellung. Melancholie lässt gar in dem Steingussmotiv die "Badende" sich an einem Fels verbergen.
Text: Böblinger Bote
> Website von Markus Rapp
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