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Anselm Schmid, freischaffender Künstler in Ulm
Es entstehen gewissermaßen Bilder über Bildern. Der Untergrund, die unteren Schichten
verschwinden dabei nicht völlig, sie dringen vielmehr immer wieder durch und können auf
diese Weise in der obersten Schicht, im Vordergrund wirken.
Schmid breitet auf diesen Gründen in den meist klein- und vielteiligen Bildern einen eigen-
willigen, geheimnisvollen Kosmos aus, eine spannungsvolle Verkettung von assoziativen
Bildwelten. Das bereits angesprochene „Werden und Vergehen“ als das Eigentliche allen
Lebens ist fest verankert in seinem Werk.
Werden und Vergehen sind zwei Aspekte, die für ihn untrennbar zusammengehören, sind
die zwei Seiten einer Medaille. (...)
Der Tod wirkt hier freilich kaum düster und bedrückend. Schmid stellt dem Gestorbenen eine
Art von Lebensfries entgegen als Symbol eines ewigen Kreislaufs. Leben ist im ständigen
Fluß, ist ein nie eindeutig fixierbarer Zustand, ein Schwebendes. Schwebend wie so viele
Zeichen und Chiffren in seinen Bildern. Das Sein ist die Durchgangsstation und der Aufbruch
zum Neuen ...
Text: Gunther Volz
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